Bild: Fach­ver­band Pflan­zen­koh­le

Grünere Städte, sau­be­res Wasser und bes­se­res Klima
2. Fach­ta­gung des Fach­ver­bands Pflan­zen­koh­le findet großes Echo

Über 100 Teil­neh­mer konnte Dr. Susanne Veser, Vor­stand des erst im ver­gan­ge­nen Jahr gegrün­de­ten Fach­ver­ban­des Pflan­zen­koh­le am Freitag in Koblenz zur zweiten Fach­ta­gung begrü­ßen. Schwer­punkt der dies­jäh­ri­gen Tagung war der Einsatz der Pflan­zen­koh­le mit ihren vielen posi­ti­ven Eigen­schaf­ten in Städten und Gemein­den.

Das Inter­es­se an unserem Thema zeigt, dass es vielen Men­schen unter den Nägeln brennt, einen Stoff, der Wasser rei­ni­gen kann, Böden belebt und saniert, und dem Kli­ma­wan­del ent­ge­gen­wirkt, bekann­ter zu machen und zur brei­te­ren Anwen­dung zu bringen,“ freut sich Dr. Veser über die breite Reso­nanz. „Die Tagung bestä­tigt einmal mehr, dass Beden­ken gegen­über Pflan­zen­koh­le bereits mehr­fach in Praxis und For­schung wider­legt wurden“, stellt sie zusam­men­fas­send fest.

Den Auftakt der hoch­ka­rä­ti­gen Redner machte einer der Pio­nie­re der Pflan­zen­koh­le, Prof. Bruno Glaser von der Uni­ver­si­tät Halle-Wit­ten­berg, der bereits seit 20 Jahren mit dem Mate­ri­al forscht und den aktu­el­len Stand der For­schung prä­sen­tier­te. Björn Embrén und Mattias Gustafs­son vom welt­wei­ten Vor­zei­ge­pro­jekt „Stock­holm Biochar Project“ berich­te­ten, wie durch Pflan­zen­koh­le Bäume im städ­ti­schen Raum vitaler werden und so selbst auf extreme heiße Sommer vor­be­rei­tet sind. Im Stock­hol­mer System wird zudem Regen­was­ser – gerade auch bei Stark­re­gen – dezen­tral behan­delt und ver­si­ckert.

Ilmo Koleh­mai­nen aus Finn­land beschrieb seine posi­ti­ven Erfah­run­gen in der Behand­lung von Regen­was­ser mit Pflan­zen­koh­le. Weitere Vor­trä­ge stell­ten den anwe­sen­den Wis­sen­schaft­lern, Anwen­dern, Her­stel­lern und Ver­trei­bern des öko­lo­gi­schen Roh­stoffs vor, wie Pflan­zen­koh­le in Klär­an­la­gen wirken kann, und teilten ihre Erfah­run­gen bei der Her­stel­lung von Pflan­zen­koh­le aus kom­mu­na­lem Grün­schnitt. Ein­drucks­voll berich­te­te Prof. Claudia Kamann von der Hoch­schu­le Gei­sen­heim abschlie­ßend über den Beitrag von Pflan­zen­koh­le zur lokalen CO2-Kom­pen­sa­ti­on auf dem Hoch­schul­ge­län­de und zeigte auf, dass Pflan­zen­koh­le einen wich­ti­gen Beitrag zur Ein­hal­tung des Pariser Kli­ma­schutz­ab­kom­mens („2°-Ziel“) leisten kann.

Das öko­lo­gi­sche Mul­ti­ta­lent Pflan­zen­koh­le ent­steht durch ther­mi­sche Kar­bo­ni­sie­rung von Bio­mas­se wie unbe­han­del­tem Holz, Hecken-, Grün- oder Gras­schnitt. Der in den Pflan­zen ent­hal­te­ne Koh­len­stoff wird bei diesem Ver­fah­ren in der Pflan­zen­koh­le gebun­den und dem CO2-Kreis­lauf lang­fris­tig ent­zo­gen. In großem Stil ein­ge­setzt, ist das natür­li­che Mate­ri­al dadurch ein wich­ti­ger Bau­stein im Kampf gegen den Kli­ma­wan­del.

Ori­gi­nal­ar­ti­kel: Grünere Städte, sau­be­res Wasser und bes­se­res Klima. 2. Fach­ta­gung des Fach­ver­bands Pflan­zen­koh­le findet großes Echo
Autor: Dr. Susanne Veser

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