Foto: Otto Ehrmann „Wurzeln in Regen­wurm­röh­ren“

Wo der Humus­auf­bau und damit die Boden­frucht­bar­keit beim Anbau von Feld­früch­ten und Gemüse ein zen­tra­les Anlie­gen sind und der Boden rund um das Jahr bedeckt ist, sind Böden deut­lich resi­li­en­ter gegen extreme Wet­ter­ereig­nis­se. Mit dem Kli­ma­wan­del werden lange Tro­cken­pe­ri­oden, Orkane oder Stark­re­gen auch in unseren Regio­nen immer häu­fi­ger. Welche bislang unter­schät­zen Effekte hat der Humus­auf­bau für den prak­ti­schen Kli­ma­schutz? Wie drin­gend ist ein Umsteu­ern in der Land­wirt­schaft? Die Tagung wird diese Fragen auf­wer­fen. Was ist Humus über­haupt? Welche Rolle kann dabei Pflan­zen­koh­le spielen? Welche erwei­ter­ten Ana­ly­se­mög­lich­kei­ten helfen beim Humus­auf­bau? Enga­gier­te Wissenschaftler*innen und Prak­ti­ker werden uns das Thema und Lösungs­an­sät­ze für eine an den Kli­ma­wan­del ange­pass­te Land­wirt­schaft näher­brin­gen. Dabei steht der gesunde Boden mit einem hohen Gehalt an orga­ni­scher Sub­stanz im Mit­tel­punkt. Deshalb ist auch die For­de­rung nach einer Wende in der För­der­pra­xis der Euro­päi­schen Union so aktuell wie noch nie zuvor, wo nicht die Fläche, sondern die Leis­tung der Land­wirt­schaft für Humus­auf­bau, Kli­ma­schutz und Bio­di­ver­si­tät hono­riert werden. Möglich sind auch Modelle, bei denen Mehr­leis­tun­gen einer kli­ma­ge­rech­ten Land­wirt­schaft inner­halb einer Region durch Emit­ten­ten von Treib­haus­ga­sen aus anderen Wirt­schafts­zwei­gen aus­ge­gli­chen werden. Dies zeigt das Bei­spiel der Öko­re­gi­on Kain­dorf. Warum sich auf jeden Fall ein Umsteu­ern lohnt und letzt­end­lich auch rechnet, zeigen ein Land­wirt aus Bran­den­burg und ein regio­na­les Modell aus Berlin. Diese prak­ti­schen Bei­spie­le machen Mut!

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Ort: Aka­de­mie des Sports – Lotto Toto Saal, Fer­di­nand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Han­no­ver

Datum: 23. Novem­ber 2018 – 9.00 bis 16.30 Uhr